Freiburg: Im Schwarzwald Neujahr begehen

Rund 200.000 Einwohner sorgen jährlich dafür, dass mitten im Breisgau feucht-fröhlich in das neue Jahr hineingefeiert wird.

Mitten im Schwarzwald gelegen, kann Freiburg das ganze Jahr über mit einer atemberaubenden Landschaft überzeugen. Doch auch an Silvester kann man in der Stadt im Breisgau einiges erleben. Generell ist die Studentenstadt mit einem entspannten, lebensbejahendem Flair das ganze Jahr über ein beliebtes Ausflugziel. Sie gilt nämlich als wärmste Stadt Deutschlands – doch im Winter kommt auch der Schnee und man kann mit bis zu – 15 Grad Celsius rechnen.

Trotzdem oder gerade deswegen gehört Freiburg auch in der dunklen Jahreszeit zu den beliebtesten Ausflugsorten der Deutschen. Das liegt sicherlich auch an dem guten Wein, der in der Umgegend produziert wird. So wird es dringend empfohlen, auch eine Weinverkostung bei einem der vielen Winzer, die um Freiburg ihren Sitz haben, mitzumachen. Auch die Kultur kommt in Freiburg nicht zu kurz, und vor allem mit Geschichtlichem und toller Architektur weiß das grüne Kleinod zu überzeugen. So sollte man sich bei einem Besuch unbedingt das Münster anschauen. Der 116 Meter hohe Turm des Münsters ist das unumstrittene Wahrzeichen von Freiburg.

Hoch hinauf auf das Münster

In einem Mix aus Gotik und der Architektur der romanischen Zeit, ist das Gewölbe des Freiburger Münsters eine beeindruckende, 700 Jahre alte Kirche. Der Turm gilt unter Kennern als das Paradebeispiel gotischer Baukunst für Deutschland schlechthin. Zahlreiche Skulpturen und die filigranen Glasfenster, die das Münster verzieren, tun ihr Übriges. An Führungen kann man im Winter jeden Freitag um 14.30 Uhr, samstags um 10 Uhr und 14.30 Uhr kostenpflichtig teilnehmen oder einfach nur den Turm besteigen und die Panoramaaussicht über die Stadt in einem der größten Waldgebiete Deutschlands.

Die gemütliche Innenstadt erkunden

Direkt vor dem Münster liegt der malerische Münsterplatz mit zahlreichen historischen Gebäuden. Fast täglich ist dazu der Markt mit zahlreichen Händler, die Gutes und Leckeres aus Nah und Fern anbieten. Auch Architekturfans kommen hier voll auf ihre Kosten mit Gebäuden wie dem alten Kaufhaus, dem Kornhaus und der Alte Wache, die der Altstadt ihren ganz eigenen Charme verleihen. Einen Abstecher wert ist auch das alte Rathaus von Freiburg, welches sich aus mehreren Gebäudekomplexen zusammensetzt und im 16. Jahrhundert errichtet wurde.

Architektur erzählt Geschichte

Außerdem interessant ist das Wentzingerhaus oder das Haus „Zum Schönen Eck“. Dieses um 1761 gebaute Haus wurde ursprünglich als Wirkungsstätte des Malers, Bildhauers und Architekten Johann Christian Wentzinger erbaut. Eine aufwändige Sanierung fand Mitte der neunziger Jahre statt, und seither hat das Museum für Stadtgeschichte hier seinen Sitz. Besonders beeindruckend ist das Treppenhaus, aber auch schon die Fassade im Stil der Spätromantik ist eine Besonderheit für sich und nach dem Münster das wohl bekannteste Freiburger Gebäude.

Mit der einzigartigen Luftseilbahn fahren

Genauso sollte die Alte Universität und die angeschlossene Universitätskirche beziehungsweise Jesuitenkirche besucht werden. Allein für den Jesuitenorden zwischen 1683 und 1720 erbaut, gehröt die “Alte Uni” noch heute gehört zur Universität Freiburg. Auch einen Blick wert ist das Schwabentor, das am Ende der Salzstraße, die vom Bertoldsbrunnen bis hierher reicht, steht. Das Schwabentor wurde im 13. Jahrhundert erbaut und zeigt an der Zinnfigurenklause verschiedene Dioramen zu historischen Ereignissen. Auf keinen Fall verpassen sollte man in Freiburg außerdem die Schlossbergseilbahn. Eine Fahrt mit Deutschlands einziger innerstädtischen Luftseilbahn auf den Schlossberg sollte bei einem Besuch unbedingt im Programm enthalten sein. Zwar gibt es heute kein Schloss mehr zu sehen, trotzdem hat man vom Kanonenplatz aus eine schöne Aussicht auf die Stadt.

Mit einem Ski-Urlaub verbinden

Als letzter Tipp wird empfohlen, ein Silvester in Freiburg mit einem Ski- oder Snowurlaub zu kombinieren. Wer mag, kann in der nahe gelegenen Schweiz ein paar Tage auf den Hängen fahren, und dann entspannt in Freiburg noch etwas Kultur und Zerstreuung genießen. Oder man nutzt Freiburg als Mittelpunkt verschiedener Ausflüge ins Umland. Dazu passend lohnt sich auch ein Ausflug zum Feldberg, der mit 1.493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes darstellt. Hier ist es noch bis in den Mai hinein möglich, Ski zu fahren. Wintersportler, die nicht in die Schweiz möchten, sind hier also gut aufgehoben. Zudem kommen aktive Urlauber dank des Wandergebietes rund um den Feldberg voll auf ihre Kosten. Besonders zu empfehlen ist hier der „Feldberg-Steig“, ein 12 Kilometer langer Wanderweg, der über Pfade mit atemberaubenden Ausblicken einmal rund um den Gipfel führt.

Schauinsland und Titisee nicht verpassen

Ebenso sollte man sich auf den Weg zum Freiburger Hausberg etwa zehn Kilometer südöstlich der Stadt machen. Der Schauinsland ist stolze 1.284 Meter hoch und bietet einen tollen Ausblick auf Freiburg, das Rheintal, die Vogesen und den halben Südschwarzwald. Wer sich traut, erklimmt auch noch den etwas abenteuerlich anmutenden Aussichtsturm. Außerdem sollte man auch einmal den Titisee umrunden, was auf einem schönen Spazierweg fast ganz möglich ist. Der 1,3 km große Bergsee ist im Zuge der letzten Eiszeit entstanden und bietet auch im Winter ein wunderschönes Ausflugsziel.

(Bild: © Gerd Altmann/pixelio.de)

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