Hannover: Silvester an der Leine feiern

Niedersachsens Hauptstadt bereitet einen unvergesslichen Jahreswechsel mit Kultur und Party.

Richtig bekannt geworden ist Hannover mit der großen Weltaustellung im Jahr 2000, die umfangreiche Bauprojekte nach sich zog. Seither ist das Messegelände alljährlich Veranstaltungsort der weltgrößten Computermesse CeBIT. Doch auch um Silvester lohnt sich ein Besuch der Stadt an der Leine.

Die Massen treffen sich am Opernplatz, um in das neue Jahr hineinzufeiern. Etwas beschaulicher geht es am Maschsee zu, wo besonders am Westufer wenig los ist und die Raketen sich um Mitternacht toll im Wasser des Sees spiegeln. In das neue Jahr kann man aber genauso im Neuen oder im Alten Rathaus von Hannover oder in den diversen Clubs der Stadt hineinfeiern.

Der rote Faden zieht sich durch die Stadt

Natürlich ist die Landeshauptstadt Niedersachsens nicht so ausgeflippt wie Berlin, trotzdem kann auch Hannover mit toller Architektur und einer abwechslungsreichen Museenlandschaft aufwarten. Wer ein schönes Beispiel für Fachwerkhaus-Architektur sehen möchte, sollte sich in die Burggasse aufmachen. Einen tollen Überblick über Hannover bietet der 4,2 Kilometer lange Rundgang, dem die Besucher auf dem Straßenpflaster dank roter Farbe ganz einfach folgen können.

Architektonische Meisterwerke

Bei dem Spaziergang kommen Sie beispielsweise auch beim Neuen Rathaus von Hannover vorbei. Das noch von Kaiser Wilhelm II. eingeweihte Gebäude wurde 1913 errichtet und war seither wichtiger Ort für politische Entscheidungen im Land Niedersachsen. Der gut 100 Meter hohe Turm kann leider nur im Sommer mit dem Aufzug besucht werden. Interessant ist auch das Haus von Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz. Zwar musste das Leibniz-Haus von 1499 nach dem Zweiten Weltkieg komplett neu aufgebaut werden, wartet aber immer noch mit toller Ausstattung auf.

Auf dem Marktplatz spielt das Leben

Ein schönes Beispiel für norddeutsche Backstein-Gotik ist die im 14. Jahrhundert erbaute Marktkirche mitten im Zentrum von Hannover. Der 97 Meter hohe Turm ist das Wahrzeichen der Stadt und liegt idyllisch am Marktplatz. Ganz in der Nähe befindet sich auch das 1637 erbaute Leineschloss, in dem der niedersächsische Landtag seit 1962 direkt an dem Fluss Leine seinen Sitz hat.

Gärten im Barock-Stil für Pflanzenliebhaber

Auch das Welfenschloss sollte man in Hannover gesehen haben. Das Welfen-Geschlecht ist schon seit Jahrhunderten im Raum Hannover zu Hause, der berühmteste Vertreter ist wohl (“Prügel-“) Prinz Ernst August von Hannover mit seiner Frau Caroline von Monaco. Im Schloss, das im Stadtbezirk Nord liegt, ist seit 1879 die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität von Hannover untergebracht. Inmitten des wunderschönen Barockgartens Welfengarten gelegen, lockt die Universität zu einem Besuch. Der Welfengarten gehört zu den Herrenhäuser Gärten, wie auch der Große Garten, der Berggarten und der Georgengarten. Die Grotte mit Arbeiten der berühmten Künsterlin Niki de Saint Phalle befindet sich im Großen Garten.

Viele Ausflugsorte in Hannover und der weiteren Umgebung

Wer noch ein wenig an der frischen Luft bleiben möchte, sollte beim Zoo Hannover vorbeischauen. Einen guten Vorgeschmack gibt es auf der Internetseite unter zoo-hannover.de. Besonderes Highlight des Tierparks ist der “Gorillaberg”, auf dem man den Menschenaffen auf Augenhöhe begegnet. Wer mit dem eigenen Auto anreist, dem sei ein Ausflug in die Lüneburger Heide zum Vogelpark Walsrode empfohlen. Der größte Vogelzoo der Welt beherbergt über 700 Arten verschiedenster Vögel aller Kontinente. Interessant ist auch das Bahlsen Museum, dem bekannten Backwaren-Unternehmen aus Hannover. Hermann Bahlsen gründete den Konzern im Jahre 1889 und hat damit einen stetig wachsendes Unternehmen geschaffen, das von Keksen bis zu Kuchen alles anbietet. Ein Fabrikverkauf ist hier außerdem möglich.

(Bild: © Susann Gneckow/pixelio.de)

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