Silvester in Köln: Ausgelassene Stimmung am Rheinufer zum Jahreswechsel

Der Rhein bestimmt das Leben der Kölner, so auch an Silvester. So kann man beispielsweise auf den Rheinschiffen in das neue Jahr hineinfeiern.

Auf in die Narrenhochburg Köln! Auch die viergrößte Stadt Deutschlands ist ein tolles Ziel, um in das neue Jahr hineinzufeiern. Doch neben zahlreichen Silvesterpartys bietet die Stadt für einen Kurzurlaub auch ein tolles Programm mit interessanten Sehenwürdigkeiten und unvergesslichen Momenten.

Rund eine Million Einwohner hat die Stadt am Rhein, die es sich auch an Silvester nicht nehmen lassen, kräftig zu feiern. Wer gedacht hätte, die Rheinländer können nur zur Karnevalszeiten feiern, sollte einmal den Jahreswechsel in Köln verbringen – und den Gegenbeweis mit eigenen Augen sehen. In Köln besonders beliebt sind die Open-Air-Partys rund um die Rheinbrücken. Von hier hat man einen tollen Blick auf das Feuerwerk um Mitternacht rund um den Rhein. Beliebte Brücken sind natürlich die Hohenzollernbrücke, aber auch die Zoobrücke, die Deutzer Brücke, die Mülheimer Brücke und auch die Südbrücke.

Silvesterparty auf den Rheinschiffen

Wer den Rhein an Silvester etwas mehr für sich haben möchte, kann nur empfohlen werden, auf einem der Rheinschiffe in das neue Jahr hineinzufeiern. Verschiedene Anbieter haben Partys aller Genres auf ihren Schiffen im Angebot. Live-Bands oder DJ – die Gäste haben die Qual der Wahl. Für alle Wasserscheuen ist der Club Bahnhof Ehrenfeld eine außergewöhnliche Alternative. Der Club liegt direkt unter der gleichnamigen Bahnstation und verspricht gerade für ein jüngeres Publikum eine tolle Atmosphäre mit cooler Musik.

… die Bauarbeiten hören wohl nie auf am Kölner Dom

Wenn dann ins das neue Jahr hineingefeiert wurde, gilt es aber noch Köln selbst zu erkunden. Und die nordrhein-westfälische Stadt hat eine Menge zu bieten. Da wäre zum einen das Wahrzeichen der Stadt, der Kölner Dom. Die Bauarbeiten zu der Kathedrale begannen im Jahre 1248 und wurden um 1880 wurde das damals höchste Bauwerk der Welt fertiggestellt, aber seither immer wieder repariert und umgebaut. Mittlerweile gibt es wesentlich höhere Gebäude, doch der Kölner Dom hat seinen Charme behalten und ist die Touristen-Attraktion schlechthin, und gehört mittlerweile auch zum Unesco Weltkulturerbe. Der Vorplatz ist keine besonders schöne Bauleistung, jedoch ist die Domplatte ein Treffpunkt für alle Ankömmlinge vom Hauptbahnhof, diverser Straßenkünstler und weiteren, die hier einfach ihre Zeit verbringen.

Altstadt-Charme am Alten Markt

Wenn Sie dann vom Hauptbahnhof aus die Bahn oder den Bus zum Heumarkt nehmen, kommen Sie direkt zum Alten Markt. Hier kann in einem der vielen Cafés entspannt werden und die Aussicht auf das pittoreske Rathaus von Köln genossen werden. Hier haben die Bürger und Kaufleute von Köln im Jahre 1414 ein prachtvolles Rathaus entstehen lassen, das mit seinem 61 Meter hohen Turm Reichtum und vor allem Selbstbewusstsein der Kölner ausstrahlte. Wer ein Stück weitergeht, entdeckt am Haus Nummer 24 eine Überraschung: Der Kallendresser wie es auf Kölsch heißt, (zu deutsch: der Dachrinnenscheißer) präsentiert dem Betrachter seine mäßig charmante Rückansicht aus der Dachrinne heraus.

Die Geschichte vom Jan-von-Wert-Brunnen

Auch der 1884 geschaffene Jan-von-Werth-Brunnen befindet sich hier am Alten Markt. Der Legende nach war Jan von Werth kein besonders reicher, aber ein sehr verliebter Bauernsohn. Doch seine Auserwählte Griet wollte nichts von ihm wissen – er war ihr nicht fein genug. Später bereute Griet diese Entscheidung, denn nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges kam Jan von Werth als reicher General zurück nach Köln – und da wollte er die als Blumenfrau arbeitende Griet nicht mehr haben. Auch der Fischmarkt mit seinen alten Giebelhäusern, Biergärten und dem Fischbrunnen ist ein schöner Ort, um den Charme und die Atmosphäre Kölns richtig wirken zu lassen.

An den Rheinterrassen schlendern und genießen

Wer ein bißchen hinaus ins Grüne möchte, sollte sich dann auf zum Rheinpark machen. Im Zuge der Bundesgartenschau von 1957 geschaffen, ist dieser Park ein Treffpunkt für Jung und Alt. An den Rheinterrassen treffen sich die hippen Großstädter, bei den Claudius-Thermen genießt man 30 Grad Celsius heißes Wasser. Mit der Seilbahn kann es von dort aus gleich weiter zum zoologischen Garten von Köln gehen, der im Winter von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr abends geöffnet hat und etwa 7.000 Tiere beherbergt.

Hüftgold im Schokoladenmuseum, Jecken im Karnevalsmuseum

Als besonderes i-Tüpfelchen darf ein Besuch des bekannten Schokoladenmuseums bei einem Aufenthalt in Köln selbstverständlich nicht fehlen. In Zusammenarbeit haben Lindt Sprüngli und Imhoff-Stollwerck ein Museum geschaffen, dass den Besuchern detaillierte Informationen rund um das Thema Schokolade bietet – und mit einem überdimensionalen Schokoladenbrunnen aufwartet. Für alle, die noch etwas über die Karnevalskultur in Köln erfahren möchten, sei noch das Kölner Karnevalsmuseum im Maarweg ans Herz gelegt. Auf etwa 1.400 Quadratmetern gibt es hier alle Informationen über die Tradition der Narren im Rheinland von früher bis heute.

(Bild: © Tino Bahr/pixelio.de)

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